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Diplomarbeit von Georg Bünger

Aisthetik von Müdigkeit und
ihren sinnlich wahrnehmbaren Momenten
Zur Aisthetik der Müdigkeit

von Georg Bünger

Die Auseinandersetzung mit der Aisthetik von Müdigkeit und ihren sinnlich wahrnehmbaren Momenten ist zugegebener Maßen ein unkonventionelles Thema für eine Diplomarbeit im Bereich der Kostümgestaltung. Jedoch können in den bildenden Künsten, der Literatur und anderen kreativen Schaffensprozessen tatsächlich Annäherungen an die Zwischenphasen jenseits des Wachzustandes künstlerisch fruchtbar gemacht werden.

Unter diesem Kontext wirft die Diplomarbeit einen Blick auf jene so menschlichen, müden  Momente und vor allem auf deren gesellschaftliche Konnotation. Entgegen einer oftmals negativen Grundhaltung ihnen gegenüber werden die müden Momente im Verständnis dieser Arbeit als Orte schöpferischer Kraft begriffen. Ausgehend von der Betrachtung von Disziplinar- und Leistungsgesellschaft werden Ihre Bedeutung und Entwicklung innerhalb unserer nach Optimierung strebenden Gesellschaft beleuchtet.

Was geschieht also in den Phasen zwischen Wachen und Schlafen? Welch kreatives Potential schlummert in den Randzonen des Wachseins? Diesen und anderen psychologischen, philosophischen und soziologischen Dimensionen von Müdigkeit widmet sich diese Arbeit und findet ihre künstlerische Übersetzung im Rahmen einer Tanzperformance. Diese Verbindung von Tanz, Kostüm, Musik und Bühnenraum macht die verschiedenen Phasen, Schwebezustände aber auch die Neutralität von Müdigkeit greifbar und transportiert jene gesellschaftlichen sowie emotionsbezogenen Facetten der Thematik.

Tanz: Vid Vugrinec | Haare&Make-Up: Anne Hartmann

julius

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